Plec-Guide/Hersteller


Plec-Guide

Mit unserem kleinen Plec-Guide wollen wir Euch einen kleinen Überblick rund um das Thema Plektren bieten. Wer sich eingehender mit der Materie Plektren beschäftigt, wird schnell feststellen, dass dieses Thema ganze Bücher füllen kann. Viele Informationen findet man im weltweiten Netz, empfehlenswert ist aber auch das Buch "Picks! The Colorful Saga of Vintage Celluloid Guitar Plectrums" von Will Hoover. Wir wollen uns hier aber lediglich auf die nötigsten Grundinformationen beschränken.

Materialien

Bis zu den Siebzigern war das echte Schildpatt eines der beliebtesten Materialien überhaupt. Hatte dieses Material doch alle Eigenschaften, wie die nötige Flexibilität, Härte und natürlich die Klangeigenschaft. Aufgrund von Tierschutzbestimmungen bzw. Aussterben jener Schildkröten wurde das allgemeine Verarbeiten von Schildpatt verboten. Plektren wurden aber auch schon seit jeher aus Horn, Knochen oder Holz hergestellt.

Das wohl bekannteste Material, Zelluloid, wird schon seit vielen Jahrzehnten für Plektren verwendet, ebenso wie Nylon, welches nach dem zweiten Weltkrieg bekannt wurde. Herdim und Heriba gelten als Wegbereiter der Nylon-Plektren und diese haben es bis in die heutige Zeit geschafft und sind nach wie vor gefragt. Ein ebenfalls bekanntes Material ist Ebonit. Nachteil ist, dass Picks aus Ebonit sehr schnell abbrechen können, vom Klang aber eine Klasse für sich sind.

Wie schon erwähnt gilt Zelluloid als das klassische Material für Plektren und fand seine Bestimmung u.a. auch für Tischtennisbälle. Es gibt eine Reihe verschiedener Zelluloid-Farben bzw. Mischungen die für Picks verwendet werden und wir haben eine kleine Auswahl auf der linken Seite zusammengestellt. Nr. 1-5 sind sogenannte Perloidfarben. Nr. 6 zeigt das typische Tortoise, eine Schildpatt-Nachbildung. Nr. 7 ist bekannt unter dem Namen Multicolor oder Konfetti. Nr. 8 hört auf den Namen Clownsbarf, welches seltener Verwendung findet und Nr. 9-12 sind typische Uni-Farben. Selbstverständlich gibt es weitaus mehr Farben und Mischungen.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Materialien und Mischungen wie beispielsweise Polycarbonate, Metacarbonate, Graphite, Ultem usw. Viele Materialien u.a. Polyacetal sind unter Markennamen bekannt, wie beispielsweise Delrin. Aber auch natürliche Materialien wie sie Jean-Charles Dugain verwendet, sind gefragt. Weiterhin gibt es Plektren aus Gold, Silber, Stahl, Titan, Filz, Glas u.v.m.

Formen

Das Repertoire an verschiedenen Plektren-Formen ist mittlerweile sehr groß und wir wollen Euch hier die unserer Meinung nach Wichtigsten vorstellen. Neben dem Material, aus welchem ein Pick hergestellt wird, ist auch die Form, sowie die Stärke und der Schliff an den Kanten des Plektrons ausschlaggebend für die Klangeigenschaft, bzw. Spielbarkeit.

Die bekannteste Pick-Form ganz links kennt jeder und in den letzten Jahren ist der Begriff Normal-, oder Standardform eigentlich gängig. Diese Form ist aber auch bekannt unter den Namen 351er, Fenderform, Herzform und Teardrop. Das Pick in der Mitte zeigt das abgerundete Dreieck, bzw. Round Triangle und die älteren Semester kennen es auch als Wappenform. Das rechte Pick ist allgemein bekannt als Tropfenform, bzw. kleine Tropfenform (Small Teardrop) und wird von der Form und Größe in zahlreichen Variationen angeboten.

Auf diesem Bild ist links das Jazzpick abgebildet, meistens sind diese Picks erst ab der Stärke 1,20 mm (x-heavy) erhältlich. Das Pick in der Mitte zeigt das stark abgerundete Dreieck, auch Mandolinenpick oder Dawg genannt. Das rechte Pick zeigt die große Tropfenform, welche in Größe und Form auch je nach Hersteller variieren können.
Auch die berühmte schwedische Haifischflosse, das Sharkfin Pick vom Erfinder Stig Landström gibt es seit Mitte der Sechziger und ist aus der Plektrenwelt nicht mehr wegzudenken und es gibt noch weitere zahlreiche innovative Formen wie beispielsweise das Butterfly von Kirk Freeman, das Wegen Button, oder Picks von Plectro, Awe-In-One, Sidedesign u.v.m.

Stärken und Allgemeines

Die Stärke eines Plektrons hat unmittelbar Einfluss auf den Sound und -  nennen wir es mal - das Handling. Die verschiedenen Techniken, wie ein Pick gehalten und benutzt werden kann, wollen wir hier außen vor lassen. Erfahrungsgemäß gewöhnt man sich aber zu schnell an ein Pick und vor allem an die Pick-Stärke. Probiert man dann ein anderes Plektrum, gibt man diesem kaum mehr als zehn Minuten (sollte man nicht sofort damit klar kommen), um dann wieder zum Altbewährten zu greifen. Deshalb die Anregung, sich mit verschiedenen Plektren auseinanderzusetzen, sich Zeit zu nehmen und zu experimentieren.

Hier nun eine kleine Übersicht über die verschiedenen Stärken und deren Bezeichnung.

Bezeichnung Kürzel Angabe in Millimeter
Thin T ca. 0,50 mm
Medium M ca. 0,70 mm
Heavy H ca. 1,00 mm
Extra-Heavy XH ca. 1,25 mm
Super-Heavy SH ca. 1,50 mm
Ultra-Heavy UH ca. 2,00 mm
 


Hersteller

Gesamtübersicht der Hersteller, welche wir momentan in unserem Programm führen.